Was liest Sven?

„Dunkelblum“ von Eva Menasse liegt hinter mir und es war der erwartete Irrgarten mit schrulligen Gestalten in der kauzigen, österreichischen Provinz. Nicht immer einfach, die Erzählebenen auseinanderzuhalten. Dennoch verlor die Geschichte nie an Spannung und ist eine bemerkenswerte Erzählung über die Menschen und deren Umgang mit ihrer Vergangenheit.

Weitergezogen bin ich zu László Krasznahorkais „Melancholie des Widerstands“. Lokal ist das nur ein kurzer Sprung vom Burgenland nach Ungarn. Das Buch stand bereits auf meiner Wunschliste, bevor Krasznahorkai den Literaturnobelpreis im Jahr 2025 erhielt. Von der ersten Seite an ist die genannte Melancholie zu spüren. Darüber hinaus schreibt Krasznahorkai offenbar durchgehend in Schachtelsätzen, was sicher ein gewisses Durchhaltevermögen verlangt. Ich bin gespannt…